Welta - Firmengeschichte

Am 6. Mai 1914 gründeten die Kaufleute Walter Waurich und Theodor Weber im sächsischen Freital-Hainsberg das Weeka-Kamera-Werk. Sie beschäftigten zunächst nur zwei Mechaniker, die kleine Stückzahlen in Handarbeit gefertigter Plattenkameras herstellten. Wie auch andere Kamerahersteller dieser Zeit produzierte man in einer geringen Fertigungstiefe. Objektive, Verschlüsse und Balgen wurdenbei Fremdherstellern eingekauft und es erfolgte lediglich der Gehäusebau, die Belederung und die Montage und Justage der Komponenten. Schon 1919 standen acht Grundmodelle zur Verfügung, die durch Variationen beinahe 100 unterschiedliche Modelle ergaben. Die ersten Kameras trugen als Modellbezeichnung den Schriftzug Welta, die schon bald als Markenzeichen und später als Firmenname Welta Kamerawerke Waurich & Weber übernommen wurde. Ab 1923 nannte sich die Firma nur noch kurz Welta GmbH.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden im Juni 1945 die Fabrikationsanlagen demontiert, von den Besitzern aber sogleich wieder aufgebaut. 1946 wurde die Welta GmbH durch den sächsischen Volksentscheid enteignet und zum VEB WELTA-KAMERA-WERKE umstrukturiert. 1950 folgte der Zusammenschluss mit dem mittlerweile ebenfalls Volkseigenen Betrieb Reflekta-Kamerawerk Tharandt. Durch diesen Zusammenschluss kamen die erfolgreichen Modelle „Reflekta“ und die bereits fertig entwickelte „Reflekta II“ in das Produktportfolio von Welta. Die ehemaligen Ingenieure von Tharandt entwickelten diese dann nun für Welta bis 1954 weiter zur „Weltaflex“. Ab 1958 produzierte Welta die unter Walter Hennig vom VEB Kamera-Werke Niedersedlitz konstruierte „Orix“. 1959 wurde Welta dann dem VEB Kamera- und Kinowerke Dresden (dem späteren VEB Pentacon) zugeführt und somit auch die Marke Welta vom Markt genommen. Noch vor dem Zusammenschluss war die „Orix“ auch schon als „Penti“ im Handel. Deren Nachfolgemodelle „Penti I“ und „Penti II“ wurden bis 1977 hergestellt.Der VEB Pentacon wurde aufgrund seines immensen Verlustes als einer der ersten Betriebe nach der Wende abgewickelt obwohl viele Stimmen davon ausgehen, daß Pentacon zu retten gewesen wäre