120er Rollfilmkameras

Bereits 1898 wurde von Hannibal Goodwin der Zelluloidfilm patentiert. Es dauerte aber viele Jahre bis der Rollfilm und die dazu passende Kamera Verbreitung fanden.  Ab etwa 1930 hatten fast alle Kamerahersteller erste Rollfilmkameras. Durch diese Rollfilme war es möglich kompaktere Kameras zu bauen.

 

Bei einem Rollfilm ist Film auf einer Spule aufgewickelt und am Anfang mit einem Papierträger verklebt. Beim einlegen in eine Kamera benötigt man immer ein Leerspule auf welche der belichtete Film aufgewickelt wird. Der Papierträger dient zum Schutz vor Belichtung und wird beim herausnehmen aus der Kamera mit einem Klebestreifen festgeklebt. Der Film ist nicht perforiert und mit Ihm sind verschiedene Formate fotografierbar. Üblich sind 6x6cm oder auch 6x9 cm. Aufgrund der großen Negativs ist eine entsprechend hohe Auflösung möglich.

Der 120er Rollfilm wird bis heute in der analogen Mittelformatfotografie verwendet. Bis in die 1950er wurde er aber auch in den einfachsten Boxkameras verwendet.

 

Walta

Zeitraum der Herstellung um 1932
Filmformat  6x9cm Rollfilm
Objektive  Weltar Anastigmat f9                                                                                          
Verschlüsse Singlo
Welta Walta mit Weltar Anastigmat
Welta Walta mit Weltar Anastigmat

Perle

Zeitraum der Herstellung 1930-1932
Filmformat 5x8, 6x9,6,5x11,4.5x6,6x6cm Rollfilm                                                            
Objektive  Sehr vielfältig
Verschlüsse  Sehr vielfältig

Progress

Zeitraum der Herstellung um 1933
Filmformat  6x9cm
Objektive Weltar Anastigmat f:6,3/105mm, Weltar Anastigmat 4,5/105mm
Verschlüsse Vario, Pronto
Welta Progress, 1:4,5/105mm , Pronto
Welta Progress, 1:4,5/105mm , Pronto

Perfekta

Zeitraum der Herstellung 1934-1939
Filmformat  6x6cm, 120er Rollfilm
Objektive Tessar f3.8/75mm, Trioplan f3.5/75mm, Xenar f3.8/75mm
Verschlüsse Compur, Compur-Rapid
Welta Perfekta,Carl Zeiss Jena Tessar,1:3,8/75mm
Welta Perfekta,Carl Zeiss Jena Tessar,1:3,8/75mm

Solida

Die Solida ist die erste Welta Kamera mit gekuppeltem Entfernungsmesser. Dieser
ist jedoch nicht im Sucher intergriert sondern separat zu bedienen.
Die Solida wirkt im Mechanischen Aufbau wie ein Vorserienmodell oder Muster, da Suche rund Entfernungsmesser in einem aufgesetzten Kasten integriert wurde.
In späteren jahren wurde auf Basis der Solida die Weltur entwickelt die dann auch einen großen Markterfolg hatte.

Zeitraum der Herstellung um 1933
Filmformat  6x9cm, 120er Rollfilm
Objektive Radionar f4.5/105mm, Tessar f4.5/105mm, Xenar f3.9/105mm
Verschlüsse Pronto, Compur, Compur-Rapid
Besonderheit gekuppelter Entfernungsmesser mit getrenntem Sucher
Die Rodenstock Clarovid hatte das Gehäuse der Solida.
Welta Solida, Schneider Kreuznach Xenar 1:3.9/105m, Compur
Welta Solida, Schneider Kreuznach Xenar 1:3.9/105m, Compur

Trio

Herstellzeitrraum 1933-1937
Filmformat 6x9 oder 4x5x6 mit Filmmaske
Objektive

1933: Trioplan 4.5/100m , Xenar 4.5/105mm, Cassar 3.8/105mm,Tessar 4,5/105mm, Tessar 3.8/105mm

Ab 1937: trioplan 4.5/105, Tessar 4,5/105mm, Trinar 3.8/105mm

Verschlüsse 1933: Pronto, Prontor, Prontor II, Compur,Compur-Rapid
Besonderheiten Ab 1937 Same as 1933 but angular Body ends, 1938 Body release
Welta Trio,Meyer Görlitz Trioplan 4,5/105mm,Compur
Welta Trio,Meyer Görlitz Trioplan 4,5/105mm, Compur

Superfekta

Herstellzeitruam um 1935
Filmformat 6x9cm, Rollfilm
Objektive Tessat 3.8/105mm, Trioplan 3.8/100mm
Verschüsse Compur, Compur-Rapid