Zurück zu Analog?

Begonnen hat es in meiner Jugend mit Papas Analoger Spiegelreflex von Quelle (Revueflex). Ich habe diese Kamera viele Jahre benutzt und später auch S/W Papierabzüge selbst erstellt.Der Umstieg auf die digitale Technik erfolgte wie bei so vielen. Es war modern und so viel einfacher keine Filmentwicklung und keine Abzüge mehr zu machen. Zuerst eine kleine Kompakte, dann doch eine Bridge und schließlich viele Jahre eine DSLR. Die technische Einfachheit verlockte mich auszuprobieren und zu entdecken. Mit Studioblitzen und Makroobjektiv oder gar einem Panoramakopf habe ich viele Spielarten der Fotografie ausprobiert, weil es mich gereizt hat und ich so einfach misslungene Fotos löschen und sogleich noch mal probieren konnte. Es war eine Art der Massenfotografie. "Lieber einmal mehr auf den Knopf drücken als einmal zu wenig. Aussortieren kann man immer noch später. Aber nach vielen Jahren bekam meine Frau von Ihrem Vater seine alten "Analogen Schätzchen" geschenkt. Eine Rolleiflex 6008i und eine Leica M6. Viele hätten sich eine Vitrine hergerichtet, um diese Schätzchen anderen zeigen zu können. Ich gebe zu, dieser Gedanke war mir auch kurz gekommen. Aber der erste Blick auf die Mattscheibe der Rolleiflex faszinierte mich wieder sofort. Ich kann nicht sagen, was es genau war, aber die Lust, mal wieder analog zu fotografieren war wieder da. Vielleicht sogar am Anfang aus rein nostalgischen Gründen oder einfach aufgrund der aufkeimenden Lust, es wieder mal auszuprobieren. Die ersten Filme lies ich im Labor entwickeln aber es dauerte nicht lange und ich begann mit der Selbstentwicklung der S/W Filme.Schon viele Jahre zuvor reizten mich alte Plattenkameras. Damals hatte ich aber einfach nur geschaut und einen Kauf einer solchen Kamera immer wieder verworfen. Nun wurde dieser Reiz aber wieder größer und ich begann im Internet zu suchen, zu schauen und intensiv zu recherchieren. Von einer Seite zur nächsten, Kameramodelle bestaunen von deren Hersteller ich noch nie gehört hatte. Und immer wieder tauchten Deutsche Firmen auf, die einmal zu den weltbesten Herstellern von Kameras gehörten, die aber heute keiner mehr kennt. Ich weiß selbst nicht aber irgendwann blieb ich dann bei der Firma Welta hängen und schaute tagelang in ebay nach einer erschwinglichen Kamera. Die Verunsicherung war am Anfang groß. Welche Kamera lohnt sich zu kaufen. Kann man mit so einer alten Kamera noch fotografieren oder ist sie defekt und nicht zu reparieren? Irgendwann schlug ich dann bei einer Auktion zu und ging das Risiko einfach ein. Ich wollte eine alte Plattenkamera haben und ich hatte Glück was die Funktion und den Zustand betrifft.
Es war der Anfang meiner kleinen Sammlung, die sich stetig vergrößerte. Gerade in der Anfangszeit konnte ich einige schöne Kameras erwerben. Vor allem natürlich Modelle, die in großen Stückzahlen produziert wurden und mit ein wenig Beharrlichkeit noch gut zu bekommen sind. Es gab Tage an denen der Paketzulieferer 5 Päckchen für mich hatte. 5 neue Kameras an einem Tag!! Das ist wie Weihnachten als ich noch Kind war. Der Postbote war verwirrt über die vielen Pakete und unsere Papiertonne war immer voll mit Kartons und Füllmaterial.Meine kleine Welta Sammlung wird nie ganz komplett sein, denn dazu wurden zu viele verschiedene Modellvarianten hergestellt. Aber ich möchte irgendwann einmal von jedem Modell eine besitzen. Das dürfte aber noch einige Zeit dauern.Falls Ihr auch Welta Sammler oder Interessierte seid oder gar weitere Informationen oder Dokumentationen zu Welta habt, so schreibt mich einfach an. Alle Informationen zur Firma Welta sind mir wichtig. Natürlich dürft Ihr mir gern auch Kameras anbieten, egal ob aus Dachbodenfunden oder Auflösungen von einer Sammlung oder einfach nur ein Tausch unter Sammlern?